Proteste gegen die AfD und ihre völkische Ideologie am 27. April

Der AfD-Kreisverband Düsseldorf setzt seine Strategie fort, Vertreter*innen des völkisch-nationalen Spektrums eine Bühne in der Landeshauptstadt zu bieten.

Für Montag, den 27. April, hat der Kreisverband die brandenburgische Landtagsabgeordnete Lena Kotré eingeladen. Geplant sind ein „Rundgang“ durch das Bahnhofsviertel am Nachmittag sowie ein Vortragsabend im Bürgerhaus Bilk. Mit dieser Einladung unterstreicht der lokale AfD-Kreisvorstand erneut seine Anbindung an das völkisch-nationale Lager der Partei, nachdem in der Vergangenheit bereits Politiker wie Björn Höcke und Hans-Christoph Berndt oder der „neurechte“ Stratege Götz Kubitschek gastierten.

Lena Kotré gehört dem brandenburgischen Landesverband an, der vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wird. Innerhalb der AfD gilt sie als radikale Ideologin des verfassungswidrigen Konzepts der „Remigration“. Ihre politischen Forderungen – darunter die Ausweisung von Millionen Menschen, die Ermittlung der Herkunft durch DNA-Tests sowie die Durchführung von Abschiebungen durch private Unternehmen – markieren einen deutlichen Bruch mit rechtsstaatlichen Prinzipien. Erst im September 2025 scheiterte sie im Brandenburger Landtag mit dem Versuch, ein „Landesamt für Remigration“ zu etablieren. Als sogenannte „Innen- und Remigrationspolitische“ Sprecherin der Brandenburger AfD fungiert Lena Kotré darüber hinaus als Bindeglied zu europaweiten extrem rechten Netzwerken, wie ihre Auftritte bei der neonazistischen Schweizer „Jungen Tat“ oder an der Seite des österreichischen Propagandisten Martin Sellner belegen.

Das antirassistische Bündnis Düsseldorf stellt sich quer organisiert unter dem Motto „Kein Podium für Remigrationsfantasien!“ eine Kundgebung gegen die fortschreitende Radikalisierung der extremen Rechten und ruft dazu auf, am Montag, den 27. April, ab 18 Uhr vor dem Bürgerhaus Bilk gegen die AfD und ihre völkische Ideologie zu protestieren.

Update vom 23. April:

Verschiedene zivilgesellschaftliche Initiativen rufen für den 27. April zu Protesten gegen einen geplanten „Rundgang“ der AfD durch das Düsseldorfer Bahnhofsviertel auf. Die AfD-Veranstaltung steht unter dem Motto ‚Müll, Gewalt und Drogen‘ und zielt darauf ab, die Not wohnungsloser und suchtkranker Menschen auf perfide Weise zu instrumentalisieren.

Bereits im vergangenen Jahr geriet der AfD-Kreisverband Düsseldorf mit seinem Kommunalwahlprogramm in die Kritik: Dieses sah vor, Geflüchtete und Obdachlose unter Arbeitspflicht zwangsweise in Randgebieten unterzubringen.

Proteste gegen die sozialchauvinistischen Fantasien der AfD:

  • 15:30 Uhr – Worringer Platz: Protestaktion des Straßenmagazins fiftyfifty.
  • 16:00 Uhr – Vor der Zentralbibliothek: Gemeinsame Aktion des Forum Freies Theater (FFT) und der Omas gegen Rechts.

Ergänzend dazu ruft das Bündnis Düsseldorf stellt sich quer zur kritischen Begleitung des AfD-Rundgangs auf, der in der Eisenstraße enden soll.

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