AfD-Kundgebung am 14. Mai in Düsseldorf

Von „freundlichen“ und unfreundlichen NS-Gesichtern

Der Düsseldorfer Kreisverband der AfD plant für Samstag-Vormittag, 14. Mai 2022, um 10:30 Uhr eine Kundgebung in der Düsseldorfer Innenstadt am „Zugang U-Bahn Schadowstraße“. Die als „Wahlkampfabschluss der AfD Düsseldorf zur Landtagswahl NRW“ deklarierte Veranstaltung wurde zuerst von Matthias Helferich beworben. Dies ist nicht weiter erstaunlich, denn der parteiintern umstrittene AfD-Bundestagsabgeordnete aus Dortmund wird als einziger Redner der Kundgebung angekündigt. Helferich hatte sich 2016/17 in privaten Chats unter anderem als „das freundliche Gesicht des ns“ [!] bezeichnet. Für die Landtagswahl 2022 gibt es auf der Homepage der NRW-AfD eigens die Rubrik „Wahlkampfveranstaltungen“. Die Düsseldorfer Veranstaltung sucht man dort allerdings vergeblich, was vermutlich mit der Ankündigung Helferichs als Hauptakt zu tun haben dürfte. Offenbar scheint der Düsseldorfer Kreisverband kein Interesse an einem entspannten Verhältnis zur AfD-Spitze in NRW zu haben.

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Antifa-Themenabend im April

Der antifaschistische Themenabend befasst sich am 26. April mit dem extrem rechtem Korporationsverband „Deutsche Burschenschaft“ und der „AHB! Rhenania-Salingia zu Düsseldorf“.

Der Vortrag mit der Referentin Sonja Brasch (ZDM Marburg) beginnt 19:30 Uhr im SP-Saal der Heinrich-Heine-Universität (Gebäude 25.23.U1), Universitätsstraße 1.

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Aktuelle Entwicklungen in der Pandemieleugner*innen- und Impfgegner*innen-Bewegung am Beispiel Düsseldorfs

Mit Blick auf die Situation in Düsseldorf liefert der antifaschistische Themenabend am 29. März einige Updates zu Entwicklungen in der Pandemieleugner*innen und Impfgegner*innen-Bewegung.

Seit knapp zwei Jahren finden in der NRW-Landeshauptstadt wöchentlich unterschiedliche Versammlungen von rechtsoffenen bis extrem rechten Pandemieleugner*innen und Impfgegner*innen statt. NS-Relativierungen, Verschwörungsmythen und antisemitische Inhalte sind dabei fester Bestandteil.
Von Mai 2020 bis Ende 2020 waren die extrem rechten und verschwörungsideologischen „Corona-Rebellen Düsseldorf“ (CRD) führender Player unter den lokalen Pandemieleugner*innen. Im Herbst 2020 spaltete sich ein Teil von den CRD ab und firmierte bis November 2021 unter dem Label „Querdenken 211“ bzw. „Querdenken NRW“. Die Akteur*innen der lokalen „Querdenken“-Gruppe, die ihren Wohnsitz zum Großteil nicht in Düsseldorf haben, vollzogen im Dezember 2021 eine Umbenennung in „APO Düsseldorf“. An den samstäglichen Aufzügen der „APO“ beteiligen sich seit 11. Dezember 2021 mehrere Tausend Personen.
Erstmals Anfang Februar 2022 traten Anhänger*innen der Querfront-Gruppierung „Freie Linke“ (FL) durch Fahnen und Banner als Demo-Block in Erscheinung.
Anhänger*innen der FL nahmen jedoch schon ab dem 17. April 2021 immer wieder an Versammlungen von Pandemieleugner*innen in Düsseldorf teil.

Der Vortrag mit eine*r Referent*in der „Recherchegruppe Antisemitismus“ (ReGA) beginnt um 19:30 Uhr im Linken Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstraße 108.
Bitte achtet auf Informationen zur Corona-Regelung für diese Veranstaltung.

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Querfront auf Demo der "APO Düsseldorf" am 29. Januar 2022: Teilnehmer*in trägt sowohl links-antiimperialistische Symbolik (rote Fahne mit Flaggen der Sowjetunion und Palästina) als auch AfD-Material bei sich (kleine gelbe Fahne). © Benjamin Lotz

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Neonazis wollen vor Uniklinik protestieren

Lokale Neonazis und Mitglieder der extrem rechten Kleinpartei „Die Republikaner“ planen für Samstag, den 26. Februar eine „Mahnwache“ vor dem Universitätsklinikum Düsseldorf an der Moorenstraße.
Antifaschist*innen aus Düsseldorf weisen auf die neonazistische Versammlung hin und rufen zur Eigeninitiative auf.

Nazis morden – auch Kinder!

Der Düsseldorfer Kreisverband der inzwischen bedeutungslosen extrem rechten Partei „Die Republikaner“ (REP) ruft seit einigen Tagen dazu auf, „Flagge“ zu zeigen gegen ein angebliches „Zentrum der Pädophilen in Düsseldorf “ (tatsächlich eine begrüßenswerte Beratungsstelle zur Prävention). Geworben wird für eine „Mahnwache“ unter dem Motto „Schluss mit Therapie – Kinderschänder gehören weggesperrt“ einer schon seit Jahren inaktiven „Republikanischen Jugend“ (RJ). Stattfinden soll diese am Samstag, 26. Februar 2022, ab 13 Uhr gegenüber dem Fußgänger*innenzugang zum Gelände der Uni-Kliniken auf der Moorenstraße (Straßenbahn-Haltstelle Uni-Kliniken). Als Initiator darf der von Benrath nach Wersten verzogene Neonazi Manuel Senk gelten, der gemeinsam mit seinen wenigen Freund*innen zuletzt unter dem Label „Aktionsgruppe Düsseldorf“, zuweilen auch „Autonome Nationalisten Düsseldorf“, „Autonome Aktivisten Düsseldorf“ oder „Nationaler Widerstand Düsseldorf“ firmierte. Zugleich trat er 2020 als Kommunalwahlkandidat der sich als „rechtskonservativ“ verstehenden REP auf und ist eng mit der Düsseldorfer NPD-Resterampe verbandelt. Senk war in den letzten Jahren an mehreren Angriffen auf Personen beteiligt, die er als „Linke“ wahrnahm. Hierbei kamen auch Waffen zum Einsatz. Wahrnehmbar ist seine Minigruppe zudem durch die Teilnahme an neonazistischen Demonstrationen und das rege Anbringen neonazistischer Aufkleber und Plakate, aktuell insbesondere in Wersten. Eines der Klebermotive wirbt für das rechtsterroristische Netzwerk „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Vgl. Düsseldorfer Neonazis werben für den NSU

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Mit antisemitischer Verschwörungsmusik gegen verschwörungsideologische Pandemieleugner*innen? Eine Dokumentation

Auf der gestrigen Abschlusskundgebung vom Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ (DSSQ) trat ein fragwürdiger Rapper auf. Gegen diesen Auftritt gab es Protest von einigen Antifaschist*innen. Deren Flyer wird an dieser Stelle dokumentiert.

Liebes Antifa-Infoportal,
wir haben gestern, am 5.2.2022, bei der Abschlusskundgebung der DSSQ-Demo eine kleine Protestaktion gegen den Auftritt des autoritären, sexistischen und antisemitischen Rappers S.Castro durchgeführt. Als Protest haben wir ein Banner „Gegen jeden Antisemitismus“ gezeigt.
Leider konnten wir unsere Erklärung zu der Aktion nicht als Flugblatt verteilen, da wir erst wenige Stunden vorher vor dem Auftritt erfahren haben und unter Zeitdruck handeln mussten. Der Druck der Flugblätter hat nicht geklappt.
Wir bitten euch um Dokumentation des Flugblatts.

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